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Blechkonstruktion

Lochlage nahe Biegungen

Eine Bohrung kann im CAD-Modell passen und sich beim Biegen trotzdem verformen. Die nächstgelegene Lochkante gegen den Werkzeugbereich des Fertigers prüfen und dabei dessen Bezugsdefinition verwenden.

Prüfregel eines konkreten Fertigers

SendCutSend fordert in seiner Verformungsrichtlinie, Schnittkonturen außerhalb des Matrizenbreitenbereichs zu halten; Bezug ist die Biegemittellinie in der Abwicklung. Das veröffentlichte Beispiel verwendet 0,104 in weichen Stahl und 0,630 in Matrizenbreite. Es ist ein lieferantenspezifisches Beispiel, keine allgemeine dickeabhängige Abstandsregel.

c bezeichnet den senkrechten Abstand von der Biegemittellinie zur Lochmitte, d den Lochdurchmesser und e den Abstand zur nächsten Lochkante. Damit gilt e = c − d/2. e mit der halben Matrizenbreite D vergleichen. Diesen Abwicklungsbezug nicht durch eine Tangente oder virtuelle scharfe Ecke des gebogenen Teils ersetzen.

Rechenbeispiel zur Lochlage

Die beispielhafte Matrizenbreite der Richtlinie beträgt D = 0,630 × 25,4 = 16,002 mm, also D/2 = 8,001 mm. Die angegebene Blechdicke entspricht 0,104 × 25,4 = 2,6416 mm. Angenommen werden ein einfaches Loch Ø6 mm und zwei mögliche Mittelpunktslagen; diese Lochmaße sind ein eigenständiges Lernbeispiel.

Eigenständiger Vergleich der Nenngeometrie
Variantece = c − 3 mme − D/2
Ausgangslage10 mm7 mm−1,001 mm
Verschobene Lage12 mm9 mm+0,999 mm

Das ursprüngliche Loch reicht in den Prüfbereich hinein. Wird die Lochmitte um 2 mm weiter weg verschoben, liegt die nominelle Lochkante außerhalb. Die rechnerische Grenze ist c = D/2 + d/2 = 11,001 mm; diese exakte Grenzlage ist noch kein freigegebener Fertigungsabstand.

Die richtige Konturgrenze prüfen

Bei einer Senkung den äußeren Rand des großen Senkdurchmessers prüfen, nicht nur das Kernloch. Die separate SendCutSend-Anleitung für Lochbearbeitungen unterscheidet dies von Anforderungen an Einpressbefestiger. Die Rechnung für ein einfaches Loch ist keine Freigabe für einen Einsatz oder eine Gewindebohrung.

  • Werkstoff, Dicke, gewählte Werkzeugbreite, Stand der Lieferantenrichtlinie und Biegebezug in der Abwicklung dokumentieren.
  • Bei Langlöchern oder Ausschnitten den nächstgelegenen Konturpunkt prüfen; der Mittelpunkt allein beschreibt die Begrenzung nicht.
  • Ist die Funktionslage unveränderlich, einen abgestimmten Freischnitt oder eine Bearbeitung nach dem Biegen besprechen. Festigkeit, Zugänglichkeit und Kosten vor der Änderung erneut prüfen.
  • Funktionslöcher am gebogenen Teil bemaßen und die Prüfung ihrer Lage und Form vereinbaren.

Technische Quellen

Lieferantenhinweise am 29. Oktober 2026 geprüft. Vergleichstabelle und Rechnungen sind eigenständig erstellt; keine Herstellerbilder oder Handbuchtabellen werden übernommen.

Fertigungs- und Zeichnungsprüfung →

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