Schruppen trägt Material ab; Schlichten zielt auf Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität. Schnittdaten nach Schneidplatte, Werkstoff und Aufspannsteifigkeit wählen – nicht allein nach dem Durchmesser.
Größe
Beziehung
Einheiten / Geltungsbereich
Radiale Schnitttiefe
ap = (D − d) / 2
Außendrehen: Ausgangsdurchmesser D und Fertigdurchmesser d in mm.
L: Vorschubweg in mm; tc: min, bei konstantem n und f.
SCHULUNGSBEISPIEL
Ø50 → Ø46 mm, ein Durchgang
Die radiale Schnitttiefe beträgt 2 mm, nicht 4 mm. Angenommen: 600 1/min, 0,20 mm/U und 60 mm Vorschubweg. Daraus folgen 120 mm/min und 30 s. Bei Ø50 mm beträgt die Schnittgeschwindigkeit etwa 94,2 m/min. Diese fiktiven Werte sind keine Schnittdatenempfehlung; Handhabung und Rücklauf sind nicht enthalten.
OBERFLÄCHENQUALITÄT
Vorschub und Eckenradius wirken zusammen
Für eine ideal gerundete Schneidenecke gilt näherungsweise Rth = f² / (8rε), alle Längen in mm. Mit f = 0,20 mm/U und rε = 0,8 mm ergeben sich 6,25 µm. Das ist nicht Ra und keine Zusicherung der gemessenen Oberfläche: Schwingungen, Verschleiß und Aufbauschneiden beeinflussen das Ergebnis.
QuellenQuellen: Fischer et al., Mechanical and Metal Trades Handbook, 2. englische Auflage, Druckseite 303 (Drehen und theoretische Rautiefe); Sandvik Coromant, metrische Drehformeln. Themenzuordnung der 3. Auflage: Drehen ab Druckseite 301; diese Seite wurde nicht als Berechnungsquelle verwendet. Eigene Rechenbeispiele.