Korrektive, risikobasierte und zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung
Die Strategie richtet sich nach der geforderten Funktion, möglichen Ausfallarten und deren Folgen. Eine Maschine kann mehrere Strategien gleichzeitig benötigen.
Strategie
Entscheidungslogik
Korrektive Instandhaltung
Funktion nach einer Störung wiederherstellen. Ein Ausfall darf nur bewusst akzeptiert werden, wenn seine Folgen vertretbar sind und vorbeugende Maßnahmen nicht gerechtfertigt sind.
Risikobasierte Instandhaltung
Ausfallwahrscheinlichkeit und Folgen bewerten, wirksame Maßnahmen priorisieren und das geforderte Sicherheitsniveau erhalten.
Zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung
Geforderte Funktionen und gekoppelte Anlagen beschreiben, Schwachstellen analysieren und passende Strategien kombinieren.
ANWENDUNG
Ein Lagerfehler betrifft mehr als das Lager
Bei einer Mehrdrahtmaschine untersuchen, wie Wassereintritt, Schmierstoffverlust oder Lagerverschleiß die Radführung und Schnittqualität beeinträchtigen können. RBM priorisiert die Folgen; RCM ordnet jeder Ausfallart eine wirksame Maßnahme zu.
Mögliche Maßnahmen sind die Prüfung von Abdichtung und Entwässerung, planmäßige Schmierung und Zustandskontrollen. Grenzwerte und Intervalle aus Betriebsanleitung und Betriebserfahrung ableiten; dieses Beispiel legt kein Serviceintervall fest.
ENTSCHEIDUNGSPROTOKOLL
Die Auswahl nachvollziehbar machen
Funktion und Fehler: Was muss die Komponente leisten und wie kann diese Funktion verloren gehen?
Folgen und Priorität: Was bedeutet der Ausfall für Menschen, benachbarte Anlagen und Produktion?
Maßnahme und Verantwortung: Welche Tätigkeit wirkt, wer führt sie aus und was löst sie aus?
Nachweis: Istzustand, ausgeführte Arbeiten und Funktionsprüfung dokumentieren.
QuellenQuelle: Ulrich Fischer et al., Mechanical and Metal Trades Handbook, korrektive Instandhaltung, RBM, RCM und Dokumentation, PDF-S. 295. Maschinenbeispiel: technische Anwendungszusammenfassung.